Videoinstallation
 Überblendungen, Ton
 7 min, loop, mini-DV
 2000
 

Ton 30 sec [68k] [120k]

"Angst – vor dem Ungreifbaren im dunklen Wald. Furcht – vor dem Mörder, der uns in der eigenen Wohnung heimsucht. Warum? Zu sehen ist in Janine Sacks Kunstwerken jedenfall nur Harmloses: Büsche, Gräser, Tümpel in dem Video-Loop 'no secret'. Oder 3D-Kamerafahrten durch makellose Innenräume mit spärlicher Möblierung in der Computeranimation virtual fear.
Die Hamburger Künstlerin spielt jedoch mit den Zeichen der Angst, mit genau den Bildern, die uns in konventionellen Grusel- oder Actionfilmen jene Szenen ankündigen, in denen dann das Unfassbare passiert. Ohne uns irgendeinen Anlass für gerechtfertigte Furcht zu geben, lösen die Kameraeinstellungen, Geräuschkulissen, die Bildkomposition zielsicher Gruseln und Beklemmung aus. Denn das Wunder der Biologie ermöglicht es, Emotionen aufsteigen zu lassen, ohne den Auslöser selbst zu sehen: Wir sind durch's häufige Filmegucken schlicht konditioniert. Die Angst entsteht im Kopf, in der Phantasie, in unserem virtuellen Panikstübchen – als irreales Konstrukt unserer eigenen Nervenzellen."

Annette Bolz
Vernissage-Marathon, Hinterconti, Hamburg 1/9/2002
www.galerie-broll.com
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